A zelle Bölle Schelle, d Catz gaht uf Walliselle …

A zelle Bölle Schelle, d Catz gaht uf Walliselle …

Podcast #3

 

Kennst du das? Diese innere Unruhe, manchmal fast wie eine leise Zerrissenheit, die aufkommt, wenn etwas – oft in Form einer (geliebten) Person oder Situation – an dich herantritt und von dir scheinbar oder offensichtlich verlangt, Verantwortung zu übernehmen? Dabei ertappe ich mich oft, wie ich sofort in Aktion trete und den einen Schritt dazwischen auslasse. Jenen des Nachspürens darüber, ob nicht eher Stille und Akzeptanz meinerseits hilfreicher wäre.

Die Gratwanderung zwischen Akzeptanz und Veränderung ist eine Kunst, die viel Mut erfordert – nicht nur den Mut, Dinge zu ändern, sondern vor allem den Mut, sie manchmal auch einfach sein zu lassen. Ich ertappe mich oft dabei, dass ich dem Aktivsein mehr Gewicht gebe und glaube, dass Handeln immer das Beste sei. Es ist eine Herausforderung für mich, den Moment zu erkennen, in dem etwas einfach nicht veränderbar ist, und anzunehmen, dass meine Kraft darin liegt, loszulassen.

Loszulassen ist nicht das Gleiche wie aufzugeben – es ist eine bewusste Entscheidung. Es braucht Mut, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind, ohne das Bedürfnis zu haben, sie ständig anzupassen. Ich lerne nach und nach, dass in diesem Loslassen eine grosse Kraft steckt. Es gibt Situationen, in denen das Annehmen mehr Energie und inneren Frieden bringt, als ein ständiger Versuch, etwas zu verändern, das sich nicht ändern lässt. Wenn wir die Dinge einfach sein lassen, befreien wir uns von einem Teil des Drucks, der uns oft belastet. Es ist ein Akt der Selbstfürsorge und des Vertrauens in das Leben.

Natürlich gibt es auch Momente, in denen Veränderung gebraucht wird – wenn wir spüren, dass wir etwas aktiv klären oder verbessern können. Auch das erfordert Mut, doch dieser Mut ist ein anderer. Es ist der Mut zur Aktion, der uns befähigt, das Leben mitzugestalten. Ich versuche, achtsam zu bleiben, um die feine Linie zwischen Loslassen und Handeln zu erkennen und herauszufinden, wann meine Energie wirklich in Veränderung fliessen sollte.

Erkenntnis oder die Balance zwischen Loslassen und Handeln ist ein Weg, der immer wieder neu gefunden werden will. Ich lerne, dass der Mut, Dinge sein zu lassen, eine tiefgreifende innere Stärke ist – und dass dieser Mut nicht weniger wertvoll ist als der Drang zur Veränderung. Es ist eine Balance, die uns zurück zu uns selbst bringt und uns in ein ruhiges Vertrauen führt, das uns den Weg weist.

Immer mehr merke ich, dass wahre Stärke oft darin liegt, die Dinge auch mal sein zu lassen – ohne Kampf und Widerstand. Schritt für Schritt wächst ein neues Vertrauen in das Leben, in mich selbst und in den Fluss der Dinge. Es ist ein Weg, der mich immer wieder zu dieser Balance führt: dem Mut, sowohl zu handeln als auch loszulassen – halt eben alles zu seiner Zeit. Und manchmal eben, erinnere ich mich daran, wenn es schon knirscht und sich zu biegen scheint… Dass statt Aktivismus eben Demut und Akzeptanz gefordert ist.

Susanne

Comic AusrufezeichenNEU bin ich auch auf der Seite der EFT-Paartherapie Schweiz als Paartherapeutin im Verzeichnis “nach oben geklettert” – also hoch zu den Therapeuten, die das Vertiefungstraining inklusive den dazugehörenden Supervisionsstunden absolviert haben. Darüber freue ich mich sehr und bin stolz darauf – und ich fühle mich geehrt. Weil ich diesen Therapieansatz als eine so grosse Bereicherung erlebe. In dieser heilsamen Verbindung mit meinen Paaren zu stehen bedeutet für mich ein so wundervolles – wenn auch tiefgreifendes – Geschenk. An mich, an die Paare und an das Leben.

EFT- Paartherapeutinnen und Paartherapeuten Zürich – EFT Paartherapie Schweiz

 

Blick in die Agenda

Infoabend, 12. März 2025, „Gelingende (Familien-) Kommunikation – Das Training“/Online

„Gelingende (Familien-)Kommunikation – Das Training“, Modul 1, Samstag 10. & 24. Mai 2025

„Gelingende (Familien-)Kommunikation – Das Training“, Modul 2, Samstag 13. & 27. Sept. 2025