20 Feb. The Deeply Connected Lovers – Masterclass
23 Uhr in der Waschküche — der Moment, der über eure Nacht entscheidet
Warum aus genau solchen Momenten neue Gespräche entstehen — und weshalb daraus meine Masterclass gewachsen ist.
Es klingt heute noch nach. Dieses Ereignis.
Ein Abend, an dem ich so froh war, angehalten zu haben. Stoppen zu können.
Es war nach einem langen Tag voller Handgriffe — gefühlt tausenden davon.
Ein Tag mit Kindern, Schule, Mahlzeiten zubereiten, einkaufen, den Hund ausführen.
Termine und Telefonate nebenbei abarbeiten.
Und abends um 23 Uhr wartete noch die letzte Wäsche in der Maschine, die aufgehängt werden sollte.
Als ich unten in der Waschküche ankam, stolperte ich als Erstes über einen Berg Kartons.
Ungefaltete, scheinbar achtlos hingeworfene Kartons.
Sie versperrten mir den Weg zur Waschmaschine.
Ich war müde. Längst reif fürs Bett.
Und so schoss es mir durch den Kopf:
„Arschloch.“
Ich meinte damit meinen Mann.
„Ich bin hier der Depp für alle. Einfach hingeworfen. Achtlos.
Ist ja egal, ob die Frau an die Maschine kommt oder nicht.“ Typische Selbstläufer in meinem Kopf waren aktiviert.
Es fühlte sich ungerecht an.
Ich fühlte mich wertlos. Machtlos.
Am liebsten wäre ich losgestapft und hätte ihn zur Schnecke gemacht.
Ich wäre so gerne ungebremst über ihn drüber gefahren.
Nur — ich wusste zu gut, wie schädlich das für unsere Beziehung gewesen wäre.
Zumal es nicht das erste Mal gewesen wäre.
Ich kannte unseren negativen Mechanismus:
Er der Täter, ich das vermeintliche Opfer.
In der Folge wieder ein aufwühlender Streit mit unruhiger Nacht.
Also entschied ich mich anders.
Die Wäsche liess ich in der Maschine.
Die Kartons fasste ich nicht an.
Ich begann zu atmen.
Ich klopfte meine EFT-Runden, um mich zu sichern und wieder Boden unter den Füssen zu bekommen.
Mein Nervensystem beruhigte sich.
Erst dann ging ich hoch und konfrontierte meinen Mann.
Was ich nicht machte: ihn beschuldigen.
Was ich nicht machte: ihm Schimpf und Schande an den Kopf werfen.
Was ich nicht machte: über seine vermeintliche Unfähigkeit sprechen.
Was ich stattdessen tat:
Ich sprach über mich.
Über meine Gefühle in dieser persönlichen Notlage.
Über meine gestoppten Abläufe und meine Konsequenzen.
So, dass er mir zuhörte statt sich zu verschliessen.
So, dass er verstand, in welche Not es mich brachte.
Dass er nachvollziehen konnte, wie absolut scheisse ich mich da unten fühlte.
Und dann passierte etwas, was noch viel wichtiger war:
Indem ich bei mir blieb und nicht einfach drauflosschoss, mochte ich nicht nur meinen Mann viel lieber — sondern mich selbst auch.
Ich fühlte mich handlungsfähig.
Ich war nicht ausser mir, sondern mir über mich selbst bewusst.
Ich zerschlug nicht blindlings „das Geschirr“, um später zu bereuen und mich vor Scham zu verkriechen.
Indem ich mich zuerst regulierte und dann klar und persönlich über mich sprach,
vertrat ich mich — und schuf gleichzeitig Verbindung zu meinem Mann.
Ich war nicht ausser mir.
Ich war bei mir.
Und vielleicht spürst du genau diese Sehnsucht längst:
kraftvoll für dich einzustehen, statt nach einem weiteren Streit entmutigt in dich zusammenzusinken.
Und genau diese Erfahrung verändert Gespräche.
Raus aus der Rolle der Anklägerin —
hin zu der Frau, die wirksam konfrontiert und ihre Bedürfnisse fair kundtut.
Genau dort setzt meine Masterclass „The Deeply Connected Lovers“ an.
Mit bewährten Kommunikations-Werkzeugen und meinen Erfahrungen aus der Arbeit mit Paaren —
für Gespräche, die verbinden, statt euch tagelang im gegenseitigen Unverständnis festzuhalten.
Dann ist die Masterclass dein nächster Schritt,
damit ihr euch erreicht statt euch zu verlieren.